Windkraftanlagen

Windkraftanlagen sind eine moderne Form der Stromerzeugung und zählen zu den innovativen, erneuerbaren Energien. Besonders in den Gebieten an der Küste und auf Ebenen sind Windkraftanlagen zu finden, längst nicht nur in Deutschland. Immer neue Windparks werden errichtet, ganz neu sind Off-Shore-Windparks, die direkt ins Meer gebaut werden. Die kinetische Energie des Windes wird von den Windkraftanlagen in elektrische Energie umgewandelt und in das Stromnetz eingespeist. Die Windkraftanlagen bestehen aus mehreren Windrädern. Die Windräder sind zumeist mit drei, seltener mit zwei Rotorblättern ausgestattet. Der Wind trifft auf die Rotorblätter und versetzt den Rotor in eine Drehbewegung. Dabei wird die Bewegungsenergie des Rotors an einen Generator weitergegeben und dort in elektrische Energie umgewandelt.
Die heutigen, modernen Windkraftanlagen haben ihren Ursprung bereits vor mehr als 100 Jahren. Bereits im Jahre 1887 entwickelte der Schotte James Blyth eine einfache Konstruktion zur Aufladung von Akkumulatoren zur Beleuchtung eines Ferienhauses. Auf einen 10 m hohen Mast wurden auf einem Kreis mit einem Durchmesser von 8 m vier Segel angeordnet. Verschiedene Physiker beschäftigten sich mit diesem Thema und entwickelten in der folgenden Zeit die Windmühlentechnik. Die Effizienz der Windräder wurde immer weiter verbessert und mit immer leistungsfähigeren Generatoren kombiniert. Die heutigen Windkraftanlagen haben ihren Ursprung in Dänemark. Dänemark ist das Land mit dem größten Anteil von Windkraftenergie an der Stromerzeugung. In Deutschland nahmen Windkraftanlagen etwa ab 1991 ihren Aufschwung, mit dem neuen Stromeinspeisungsgesetz.
Inzwischen sind deutsche Windkraftanlagenhersteller weltweit führend. Die Masten der Windkraftanlagen sind unterschiedlich hoch, gigantische Rotorblätter sind zum Teil verstellbar, die Drehzahl ist variabel. Je nach Windgeschwindigkeit und Auslegung ist der Wirkungsgrad der Windkraftanlagen unterschiedlich. Bei modernen Windkraftanlagen liegt der Wirkungsgrad zwischen 70 und 85 %. Ein Wirkungsgrad von 100 % kann nicht erzielt werden, da die Strömungsgeschwindigkeit aufgrund der Leistungsentnahme sinkt und der Wind zum Teil abgebremst wird. Ein Teil des Windes strömt ungenutzt am Rotor vorbei. Um einen hohen Wirkungsgrad zu erzielen, werden die Rotoren so ausgelegt, dass ein großer Teil der Leistungsdichte in der Strömung verbleibt und vom Rotor, der im Windschatten steht, noch genutzt werden kann. Je nach den örtlichen Gegebenheiten sind weltweit viele verschiedene Typen von Windkraftanlagen zu finden.
Um die Haushalte mit Strom zu versorgen, haben die Menschen verschiedene Methoden erfunden. Man nutzt die Dinge, die die Erde uns zur Verfügung stellt. Dazu gehören Solarenergie, Windenergie, Wasserkraft und die Bioenergie. Mithilfe einer Windkraftanlage, eine erneuerbare Energiequelle, wird der Wind zur Erzeugung von elektrischer Energie genutzt. Um eine Windkraftanlage bauen zu dürfen, benötigt es die Genehmigung des Bauamtes. Die wiederum fordern von dem Bauherrn einen Flugkartenauszug mit ausführlicher Standortbeschreibung. Es sind Mindestabstände zu benachbarten Grundstücken einzuhalten und unter Umständen ist auch ein Geräuschgutachten erforderlich.
Wie alles andere hat auch eine Windkraftanlage Vor- und Nachteile. Der große Vorteil ist, dass es wirklich nicht der Natur schadet und die Umwelt sollte geschützt werden. Sie gehört außerdem zu der Art erneuerbarer Energie, denn Wind wird immer da sein, wobei das Erdöl oder die Kohle irgendwann mal aufgebraucht sein kann. Eine Windkraftanlage muss regelmäßig gewartet werden. Diese Aufgabe wird von den Menschen übernommen. Das heißt, wenn mehr Windkraftanlagen gebaut werden, werden mehr Arbeitskräfte gebraucht. Es wird unter anderen geschaut, ob sich Schimmel bildet, ob Beschädigungen vorhanden sind, der Ölstand wird geprüft und alte Filter müssen gewechselt werden.
Doch leider ist es so, dass der Wind nicht immer gleich stark weht und damit nicht die optimale Nutzung gewährleistet werden kann. Eine Windkraftanlage ist enorm groß und sieht auch toll aus, vor allem wenn man davor steht, ist sie unglaublich. Doch niemand möchte wirklich in unmittelbarer Nähe wohnen, da es über einen längeren Zeitpunkt doch eher störend wirkt. Windenergie ist dennoch eine sehr gute Alternative zur Stromgewinnung. Die Umwelt wird durch eine Windkraftanlage nicht in Mitleidenschaft gezogen, wie zum Beispiel ein Kohlekraftwerk oder sogar das Atomkraftwerk, welches nicht nur eine Katastrophe zu verzeichnen hat.
Allerdings kann eine Windkraftanlage auch außer Betrieb genommen werden, wenn das Rad zu hohe aber auch eine zu niedrige Geschwindigkeit aufweist, aber auch wenn sich Anwohner durch den Schatten der rotierenden Blätter gestört fühlen.
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